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Vereinsausflug 2007 nach nach Sayn und Bad Ems

Der traditionelle und auch bei
Nicht-Vereinsmitgliedern sehr beliebte Herbstausflug der
Briefmarkenfreunde "Usatal" Ober-Mörlen
führte dieses Mal an den Mittelrhein
nach Bendorf-Sayn und nach Bad Ems an der Lahn.


Entgegen aller Wetterprognosen starteten die Ausflügler ihre Tagestour am frühen Morgen in Ober-Mörlen bei wolkigem Himmel aber trockener Witterung durch den Taunus und erreichten den Rhein und ihr erstes Etappenziel Bendorf-Sayn schon nach eineinhalb Stunden.

Die Zeit vor der Führung im Schmetterlingshaus wurde durch eine Kaffeepause oder einen Rundgang im schönen Schlosspark genutzt, der mit seinen alten Baumriesen und Ententeichen ein wenig an das heimische  Bad Nauheim erinnerte.
Dies ist kaum verwunderlich, da der berühmte Gartenarchitekt Heinrich Siesmayer für die Gestaltung beider
  romantischer Landschaftsparks Mitte des 19. Jahrhunderts verantwortlich zeichnet.

 

Der Besuch des Gartens der Schmetterlinge,
der von dem Fürstenpaar Alexander und Gabriela zu Sayn-Wittgenstein im Jahre 1987 gegründet wurde, begann mit einer Einführung in die Tierwelt des Hauses, die eine junge Mitarbeiterin an lebendigen Exemplaren und weniger lebendigen Exponaten anschaulich darstellte.
Beim anschließenden Rundgang in den tropisch warmen Glaspavillons wurden die Besucher zwischen den blühenden Hibiskus Sträuchern, Bananenstauden und anderen exotischen Pflanzen von Hunderten von Schmetterlingen umflattert,
Einer farbenprächtiger als der Andere.
In den „Kinderstuben“ konnte das Schlüpfen der bunten Falter aus ihren Kokons unmittelbar beobachtet werden.

 

 
   


Tropische Finken flogen umher,
auf den Wegen wuselten Zwergwachteln mit ihren nur hummelgroßen Küken
und in kleinen Teichen, die mit Holzbrücken überspannt waren,
tummelten sich Schildkröten und prächtige Koi-Karpfen.

In Vivarien an den Wegen krabbelten weitere exotische Tiere
wie Gespensterschrecken, Spinnen, Schlangen und Skorpione
und vom Dach eines kleinen Pavillons bewachte ein stattlicher, grüner Leguan das bunte Treiben.

Danach konnte das neugotische Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein besichtigt werden, wo sich u.a. das Fürstinnenzimmer befindet, welches das Familienandenken der Öffentlichkeit zugänglich macht.
Die Schlosskapelle ist einen Besuch wert, da sie mit prächtigen Glasfenstern und prunkvoll bemalten Wänden aufwartet.
Im angrenzenden Rheinischen Eisenkunstguss-Museum begeisterte die Sammlung über die Geschichte der Sayner Hütte, die Schilderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aus früherer Zeit und die Kunstwerke und alltäglichen Gebrauchsgegenstände aus Gusseisen der vergangenen Jahrhunderte, die so manchem Besucher noch aus der Jugend vertraut waren.

 

Zum Mittagessen ging es anschließend ins benachbarte Bendorf, wo man sich in einem gemütlichen Restaurant bei leckeren jugoslawischen Spezialitäten stärkte und anschließend im Stadtpark unter Kastanien und Platanen das sonnige Herbstwetter vor der Weiterfahrt genießen konnte.

 


Den Rhein hinauf passierte man das Deutsche Eck in Koblenz und über Lahnstein wurde nach kurzer Zeit schon Bad Ems erreicht.
Da für den Nachmittag kein festes Programm vorgesehen war, konnte jeder nach seinem Geschmack die Zeit nutzen. An der Lahnpromenade entlang und am Casino vorbei verloren sich die meisten Ausflügler so nach und nach in diversen Cafés oder besuchten die naheliegende orthodoxe Kirche mit ihrer weithin sichtbaren vergoldeten Kuppel.
Andere nutzten die Gelegenheit mit der Waldbergbahn, einer Schienenseilbahn, auf die Hügel hoch über das Lahntal zu fahren, um die Aussicht von dort zu genießen.

 

Nachdem sich zum vereinbarten Zeitpunkt die gesamte Gruppe wieder versammelt hatte, nutzte man die Gelegenheit für ein Gruppenbild an der Römerquelle, wo das 46°C warme Heilwasser aus der Erde sprudelt und von Einigen probiert und als nicht ganz ungenießbar eingestuft wurde.

 

 

Zurück durch den Naturpark-Hochtaunus ging die Fahrt zunächst bis nach Grävenwiesbach-Laubach, wo in einem Restaurant bei Speise und Trank der Ausflug gemütlich ausklingen konnte.

 


Die letzte kurze Etappe verlief sehr zügig und bei der Ankunft gegen 21:00 Uhr im heimischen Ober-Mörlen waren sich die Ausflügler einig, dass das Programm auch in diesem Jahr wieder die Erwartungen voll erfüllt hat, wozu nicht zuletzt das überraschend freundliche Herbstwetter seinen Beitrag geleistet hat.

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