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Der traditionelle und auch bei
Nicht-Vereinsmitgliedern sehr beliebte Herbstausflug der
Briefmarkenfreunde "Usatal"
Ober-Mörlen
führte dieses Mal an den
Mittelrhein
nach Bendorf-Sayn und nach Bad Ems an der Lahn. |
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Entgegen aller Wetterprognosen starteten
die Ausflügler ihre Tagestour am frühen Morgen in Ober-Mörlen
bei wolkigem Himmel aber trockener Witterung durch den Taunus
und erreichten den Rhein und ihr erstes Etappenziel
Bendorf-Sayn
schon nach eineinhalb Stunden.
Die Zeit vor der Führung im
Schmetterlingshaus wurde durch eine Kaffeepause oder einen
Rundgang im schönen Schlosspark genutzt, der mit seinen alten
Baumriesen und Ententeichen ein wenig an das heimische
Bad Nauheim erinnerte.
Dies ist kaum verwunderlich, da der berühmte Gartenarchitekt
Heinrich Siesmayer für die Gestaltung beider
romantischer Landschaftsparks Mitte
des 19. Jahrhunderts verantwortlich zeichnet.
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Der Besuch des Gartens der Schmetterlinge,
der von dem
Fürstenpaar Alexander und Gabriela zu Sayn-Wittgenstein im Jahre
1987 gegründet wurde, begann mit einer Einführung in die
Tierwelt des Hauses, die eine junge Mitarbeiterin an lebendigen
Exemplaren und weniger lebendigen Exponaten anschaulich
darstellte.
Beim anschließenden Rundgang in den tropisch warmen
Glaspavillons wurden die Besucher zwischen den blühenden
Hibiskus Sträuchern, Bananenstauden und anderen exotischen
Pflanzen von Hunderten von Schmetterlingen umflattert,
Einer
farbenprächtiger als der Andere.
In den „Kinderstuben“ konnte das Schlüpfen der bunten Falter aus
ihren Kokons unmittelbar beobachtet werden.
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Tropische Finken flogen umher,
auf den Wegen wuselten
Zwergwachteln mit ihren nur hummelgroßen Küken
und in kleinen
Teichen, die mit Holzbrücken überspannt waren,
tummelten sich
Schildkröten und prächtige Koi-Karpfen.
In Vivarien an den Wegen krabbelten weitere exotische Tiere
wie
Gespensterschrecken, Spinnen, Schlangen und Skorpione
und vom
Dach eines kleinen Pavillons bewachte ein stattlicher, grüner
Leguan das bunte Treiben.
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Danach konnte das neugotische Schloss der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein
besichtigt werden, wo sich u.a. das Fürstinnenzimmer
befindet, welches das Familienandenken der Öffentlichkeit
zugänglich macht.
Die Schlosskapelle ist einen Besuch wert, da sie mit prächtigen
Glasfenstern und prunkvoll bemalten Wänden aufwartet.
Im angrenzenden Rheinischen Eisenkunstguss-Museum begeisterte
die Sammlung über die Geschichte der Sayner Hütte, die
Schilderung der Lebens- und Arbeitsbedingungen aus früherer Zeit
und die Kunstwerke und alltäglichen Gebrauchsgegenstände aus
Gusseisen der vergangenen Jahrhunderte, die so manchem Besucher
noch aus der Jugend vertraut waren.
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Zum Mittagessen ging es anschließend ins benachbarte Bendorf,
wo man sich in einem gemütlichen Restaurant bei leckeren
jugoslawischen Spezialitäten stärkte und anschließend im
Stadtpark unter Kastanien und Platanen das sonnige Herbstwetter
vor der Weiterfahrt genießen konnte.
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Den Rhein hinauf passierte man das Deutsche Eck in Koblenz und
über Lahnstein wurde nach kurzer Zeit schon Bad Ems
erreicht.
Da für den Nachmittag kein festes Programm vorgesehen war,
konnte jeder nach seinem Geschmack die Zeit nutzen. An der
Lahnpromenade entlang und am Casino vorbei verloren sich die
meisten Ausflügler so nach und nach in diversen Cafés oder
besuchten die naheliegende orthodoxe Kirche mit ihrer weithin
sichtbaren vergoldeten Kuppel.
Andere nutzten die Gelegenheit mit der Waldbergbahn, einer
Schienenseilbahn, auf die Hügel hoch über das Lahntal zu fahren,
um die Aussicht von dort zu genießen.
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Nachdem sich zum vereinbarten
Zeitpunkt die gesamte Gruppe wieder versammelt hatte, nutzte
man die Gelegenheit für ein Gruppenbild an der Römerquelle,
wo das 46°C warme Heilwasser aus der Erde sprudelt und von
Einigen probiert und als nicht ganz ungenießbar eingestuft
wurde.
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Zurück durch den Naturpark-Hochtaunus ging die Fahrt zunächst
bis nach Grävenwiesbach-Laubach, wo in einem Restaurant
bei Speise und Trank der Ausflug gemütlich ausklingen konnte.
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